Externe Quellen

FTP / SFTP

Dokumente von einem FTP-, FTPS- oder SFTP-Server übernehmen – mit Passwort oder SSH-Schlüssel.

Mit dem Systemtyp FTP / SFTP holt DDM die Dateien aus einem Verzeichnis auf einem Dateiserver – samt Unterverzeichnissen – und hält sie aktuell. Das passt für Systeme, die Dokumente als Dateien ablegen: ein PIM, das Datenblätter exportiert, ein Druckdienstleister, ein Archivserver.

Ab Tarif Enterprise verfügbar – siehe Tarife.

Bevor Sie beginnen

Halten Sie bereit – der Betreiber des Servers kennt die Angaben:

  • den Hostnamen des Servers, z. B. ftp.firma.de,
  • welches Protokoll er spricht – FTPS, SFTP oder unverschlüsseltes FTP,
  • ein Konto, das das Verzeichnis lesen darf – mehr braucht DDM nicht,
  • bei SFTP mit Schlüssel: den privaten SSH-Schlüssel des Kontos,
  • das Verzeichnis, ab dem übernommen wird.

Der DDM-Server muss den Dateiserver erreichen. Bei einem gehosteten DDM muss der Server von außen erreichbar sein, und eine Firewall vor ihm muss die Adresse von DDM durchlassen.

Welches Protokoll?

ProtokollWas es istPort, wenn leer
FTPS (FTP über TLS) – voreingestelltFTP mit Verschlüsselung (explizites TLS über AUTH TLS)21
SFTP (über SSH)Dateiübertragung über SSH – meist auf Linux-Servern22
FTP (unverschlüsselt)klassisches FTP. Benutzername, Passwort und Dateien gehen unverschlüsselt übers Netz21

Nehmen Sie FTPS oder SFTP, wann immer der Server es kann. Unverschlüsseltes FTP ist nur im eigenen, abgeschotteten Netz vertretbar.

Erwartet Ihr Server implizites FTPS – meist auf Port 990 –, kann DDM sich nicht verbinden. Bitten Sie den Betreiber, explizites FTPS (Port 21) freizuschalten, oder nehmen Sie SFTP.

DDM verbindet sich im Passivmodus; die Firewall vor dem Server muss dessen Passiv-Ports zulassen.

1. Quelle anlegen

Legen Sie unter Einstellungen › Externe Quellen mit Neue Quelle eine Quelle an, geben Sie ihr einen Namen und wählen Sie als Systemtyp FTP / SFTP.

FeldWas Sie eintragen
HostName oder IP-Adresse des Servers, ohne ftp:// oder sftp:// – z. B. ftp.firma.de
PortLeer lassen für den üblichen Port (21 bzw. 22), sonst den Port des Servers
BenutzerDas Konto auf dem Server. Bei FTP und FTPS meldet sich DDM ohne Benutzer anonym an
PasswortDas Passwort des Kontos – verschlüsselt gespeichert, nie wieder angezeigt
Ordner (optional)Das Verzeichnis, ab dem übernommen wird, z. B. /export/datenblaetter. Leer = das Startverzeichnis des Kontos (/)
ProtokollFTPS (FTP über TLS), SFTP (über SSH) oder FTP (unverschlüsselt)

Bei SFTP kommen drei Felder dazu – siehe SFTP mit SSH-Schlüssel.

Ändern Sie Host, Port oder Protokoll, löscht DDM Passwort, SSH-Schlüssel, Passphrase und den gemerkten Host-Schlüssel – sie gehörten zum alten Server. Tragen Sie sie danach neu ein.

SFTP mit SSH-Schlüssel

Viele SFTP-Server lassen nur Anmeldungen mit Schlüssel zu. Dann tragen Sie statt eines Passworts ein:

FeldWas Sie eintragen
Privater SSH-SchlüsselDen privaten Schlüssel des Kontos, vollständig – von -----BEGIN OPENSSH PRIVATE KEY----- (oder -----BEGIN RSA PRIVATE KEY-----) bis zur letzten Zeile. Nicht den öffentlichen Schlüssel (ssh-ed25519 AAAA…)
Passphrase des SchlüsselsNur, wenn der Schlüssel mit einer Passphrase geschützt ist

Ist ein Schlüssel hinterlegt, meldet sich DDM zuerst mit dem Schlüssel an. Ein zusätzlich eingetragenes Passwort versucht es nur, wenn der Server den Schlüssel ablehnt. Der zugehörige öffentliche Schlüssel muss auf dem Server beim Konto hinterlegt sein (meist in ~/.ssh/authorized_keys).

Einen eigenen Schlüssel nur für DDM erzeugen Sie z. B. so:

ssh-keygen -t ed25519 -f ddm_import -C "DDM-Import"

ddm_import ist der private Schlüssel für DDM, ddm_import.pub gibt der Betreiber des Servers dem Konto.

Der Host-Schlüssel

Jeder SFTP-Server weist sich mit einem Host-Schlüssel aus. DDM merkt sich ihn bei der ersten erfolgreichen Verbindung und zeigt ihn unter Host-Schlüssel (SHA-256) an, z. B. SHA256:nThbg6kXUpJWGl7E1IGOCspRomTxdCARLviKw6E5SY8.

Legt der Server später einen anderen Schlüssel vor, verbindet sich DDM nicht und sendet keine Zugangsdaten: Es könnte ein anderer Server sein, der sich als Ihrer ausgibt. Der Test meldet dann Der Server hat einen anderen Host-Schlüssel vorgelegt …, ein Abgleich … es wurde nichts importiert.

So gehen Sie damit um:

  1. Fragen Sie den Betreiber, ob der Server neu installiert oder sein Schlüssel getauscht wurde, und lassen Sie sich den neuen Fingerabdruck nennen. Er ermittelt ihn auf dem Server z. B. mit ssh-keygen -lf /etc/ssh/ssh_host_ed25519_key.pub.
  2. Stimmt er mit dem in der Meldung genannten überein, klicken Sie auf Host-Schlüssel vergessen — beim nächsten Verbindungsaufbau neu übernehmen.
  3. Klicken Sie auf Verbindung testen – DDM merkt sich den neuen Schlüssel.

Weichen die Fingerabdrücke ab, vergessen Sie den Schlüssel nicht und klären Sie mit Ihrer IT, wer da antwortet.

2. Verbindung testen

Klicken Sie auf Verbindung testen. DDM meldet sich an und liest das angegebene Verzeichnis.

MeldungWas zu tun ist
Verbindung steht — Anmeldung und Ordner sind in Ordnung.Alles in Ordnung.
Es ist noch keine Adresse hinterlegt.Der Host fehlt.
Die Adresse antwortet nicht — prüfen Sie URL, Port und Firewall.Host, Port oder Protokoll stimmen nicht, oder eine Firewall blockt – bei FTP/FTPS auch die Passiv-Ports.
Der Server hat die Anmeldedaten abgelehnt — prüfen Sie Benutzer und Passwort.Benutzer, Passwort oder Schlüssel stimmen nicht, oder der Server kennt den öffentlichen Schlüssel nicht.
Das Verzeichnis ist nicht lesbar — prüfen Sie den Pfad und die Rechte des Kontos.Den Ordner gibt es nicht, oder das Konto darf ihn nicht lesen.
Der hinterlegte SSH-Schlüssel lässt sich nicht lesen — bitte im OpenSSH- oder PEM-Format einfügen.Der Schlüssel ist unvollständig eingefügt, ein öffentlicher statt eines privaten, oder die Passphrase stimmt nicht.
Der Server hat einen anderen Host-Schlüssel vorgelegt …Siehe Der Host-Schlüssel.
Der Test ist fehlgeschlagen.Ein anderer Fehler – häufig eine gesperrte Adresse: Bei einem gehosteten DDM darf der Host nicht in einem privaten Netz liegen.

3. Import-Umfang und Abgleich

Legen Sie unter Import-Umfang fest, wie Verzeichnisse zu Kategorien werden und welche Dateien zählen, gleichen Sie einmal mit Jetzt synchronisieren ab und schalten Sie Quelle aktiv ein – siehe Überblick.

Was bei FTP und SFTP gilt:

  • DDM übernimmt alle Dateien ab dem angegebenen Verzeichnis, bis zu 8 Ebenen tief. Symbolische Links folgt es nicht. Versteckte Dateien (Name beginnt mit .) zählen mit – schließen Sie sie bei Bedarf mit dem Dateifilter aus, indem Sie nur die gewünschten Endungen angeben.
  • Mit Ordnerstruktur spiegeln wird aus /export/datenblaetter/Pumpen/P100.pdf (Ordner /export/datenblaetter) das Dokument P100.pdf in der Kategorie Pumpen.
  • Eine Datei wird an ihrem Pfad wiedererkannt. Benannt oder verschoben, wird sie in DDM ein neues Dokument; das alte bleibt stehen.
  • Bei jedem Abgleich lädt DDM jede Datei herunter und vergleicht ihren Inhalt – Änderungsdatum und Größe auf dem Server zählen nicht. Bei vielen großen Dateien lohnt ein enger Ordner oder ein seltener Abgleich.
  • Rechte vom Server übernimmt DDM nicht – wer ein Dokument sieht, regeln die Rechte der Kategorie.
Schreibt ein anderes System Dateien in das Verzeichnis, während DDM abgleicht, kann DDM eine halb geschriebene Datei erwischen. Lässt das System Dateien erst unter einem Zwischennamen schreiben und benennt sie danach um (z. B. .tmp → .pdf), schließen Sie den Zwischennamen mit einem Dateifilter wie *.pdf aus.