OneDrive
Mit dem Systemtyp OneDrive holt DDM die Dateien aus dem OneDrive for Business einer bestimmten Person – ganz oder ab einem Ordner darin. Das passt, wenn eine Abteilung ihre Unterlagen im OneDrive eines Funktionskontos pflegt, etwa marketing@firma.de. Für Dateien, die ein Team gemeinsam pflegt, ist meist SharePoint die bessere Quelle.
Wie bei SharePoint meldet sich DDM als App an, die Sie in Ihrem Microsoft Entra ID registrieren. Die Person selbst muss nichts tun und sich nirgends anmelden.
1. DDM in Entra ID registrieren
Gehen Sie vor wie bei SharePoint: App registrieren, Anwendungs-ID (Client) und Verzeichnis-ID (Mandant) notieren, einen geheimen Clientschlüssel anlegen und seinen Wert kopieren.
Bei den API-Berechtigungen wählen Sie unter Microsoft Graph › Anwendungsberechtigungen Files.Read.All und erteilen die Administratorzustimmung. Haben Sie die App schon für SharePoint registriert, können Sie dieselbe nehmen und Files.Read.All dort ergänzen.
2. Quelle in DDM anlegen
Legen Sie unter Einstellungen › Externe Quellen mit Neue Quelle eine Quelle an, geben Sie ihr einen Namen und wählen Sie als Systemtyp OneDrive.
| Feld | Was Sie eintragen |
|---|---|
| Benutzer (Anmeldename) | Der Anmeldename der Person, deren OneDrive gelesen wird, z. B. marketing@firma.de |
| Verzeichnis-ID (Tenant) | Die Verzeichnis-ID (Mandant) der App |
| Client-ID | Die Anwendungs-ID (Client) der App |
| Client Secret | Der Wert des geheimen Clientschlüssels – verschlüsselt gespeichert, nie wieder angezeigt |
| Ordner (optional) | Ein Ordner im OneDrive, ab dem übernommen wird, z. B. /Kataloge. Leer = das ganze OneDrive |
3. Verbindung testen
Klicken Sie auf Verbindung testen. DDM holt sich bei Microsoft ein Zugriffstoken und öffnet das OneDrive der Person.
| Meldung | Was zu tun ist |
|---|---|
| Verbindung steht — „…“ ist lesbar. | Alles in Ordnung – DDM nennt das OneDrive, das es gefunden hat. |
| Es fehlen noch Angaben — Site-URL bzw. Benutzer, Verzeichnis-ID und Client-ID. | Benutzer, Verzeichnis-ID oder Client-ID fehlen. |
| Microsoft hat die App abgelehnt — prüfen Sie Client-ID, Verzeichnis-ID, das Client Secret (abgelaufen?) und die Administratorzustimmung. | Microsoft hat die App abgelehnt: Client Secret falsch, fehlt oder abgelaufen, IDs vertauscht, Administratorzustimmung für Files.Read.All fehlt. |
| Site, Benutzer oder Ordner wurden nicht gefunden — prüfen Sie die Angaben und ob die App darauf zugreifen darf. | Die Person oder der Ordner wurde nicht gefunden – Tippfehler im Anmeldenamen, oder die Person hat noch kein OneDrive. Ein OneDrive entsteht erst, wenn sie es einmal geöffnet hat (oder die IT es vorab bereitstellt). |
| Die Adresse antwortet nicht — prüfen Sie URL, Port und Firewall. | Der DDM-Server erreicht Microsoft nicht – ausgehende Verbindungen zu login.microsoftonline.com und graph.microsoft.com freigeben. |
4. Import-Umfang und Abgleich
Legen Sie unter Import-Umfang fest, wie Ordner zu Kategorien werden und welche Dateien zählen, gleichen Sie einmal mit Jetzt synchronisieren ab und schalten Sie Quelle aktiv ein – siehe Überblick.
Was bei OneDrive gilt:
- DDM übernimmt alle Dateien ab dem angegebenen Ordner, auch in Unterordnern.
- Eine Datei wird an ihrem Pfad wiedererkannt. Umbenannt oder verschoben, wird sie in DDM ein neues Dokument; das alte bleibt stehen.
- Freigaben aus OneDrive übernimmt DDM nicht – wer ein Dokument sieht, regeln die Rechte der Kategorie.
- Scheidet die Person aus und wird ihr Konto gelöscht, ist auch ihr OneDrive weg: Der Abgleich meldet dann Site, Benutzer oder Ordner wurden nicht gefunden. Die schon übernommenen Dokumente bleiben in DDM.