Externe Quellen

Überblick

Dokumente aus SharePoint, OneDrive, Google Drive, einem FTP-Server oder einer eigenen Schnittstelle automatisch ins CMS holen – wie eine Quelle eingerichtet wird, was ein Abgleich tut und was nie.

Eine externe Quelle holt Dokumente aus einem System, in dem sie ohnehin liegen, ins CMS – und hält sie dort aktuell. Statt Dateien von Hand hochzuladen, legen Sie einmal fest, woher sie kommen, wohin sie in der Ablage gehören und wie oft DDM nachsieht. Danach übernimmt DDM neue Dateien, legt geänderte als neue Version ab und lässt unveränderte in Ruhe.

Sie finden die Quellen im CMS unter Einstellungen › Externe Quellen. Nur Administratoren und Inhaber sehen diesen Bereich.

Welche Quellen es gibt

SystemtypHolt Dateien ausAnmeldungAb TarifAnleitung
SharePointder Dokumentbibliothek einer SharePoint-SiteApp-Registrierung in Microsoft Entra IDProfessionalSharePoint
OneDrivedem OneDrive einer PersonApp-Registrierung in Microsoft Entra IDProfessionalOneDrive
Google Driveeinem Ordner in Google Drive oder einer geteilten AblageDienstkonto in Google CloudProfessionalGoogle Drive
FTP / SFTPeinem Verzeichnis auf einem FTP-, FTPS- oder SFTP-ServerBenutzer und Passwort oder SSH-SchlüsselEnterpriseFTP / SFTP
REST-Schnittstelleeinem eigenen System, das eine HTTP-/JSON-Schnittstelle hatein Header, z. B. ein API-TokenEnterpriseREST
SOAP-Schnittstelleeinem System mit SOAP-Webserviceein HeaderEnterpriseSOAP
SharePoint, OneDrive und Google Drive gibt es ab Tarif Professional, FTP/SFTP, REST und SOAP mit Enterprise – siehe Tarife. Ohne passenden Tarif bleibt der Bereich ausgegraut. Systemtypen, die Ihr Tarif nicht enthält, stehen in der Liste mit Ab Tarif … verfügbar und lassen sich nicht wählen.

Eine Organisation kann beliebig viele Quellen haben – z. B. eine für die Vertriebs-Site in SharePoint und eine für den FTP-Server der Technik. Jede hat ihre eigenen Zugangsdaten, ihren eigenen Zeitplan und ihre eigene Zuordnung zu Kategorien.

So richten Sie eine Quelle ein

Quelle anlegen

Klicken Sie oben rechts auf Neue Quelle. Eine neue Quelle namens „Quelle" erscheint in der Liste und öffnet sich. Geben Sie ihr oben einen Namen, den Ihre Kolleginnen und Kollegen wiedererkennen – z. B. „SharePoint Vertrieb" –, und wählen Sie den Systemtyp.

Eine neue Quelle ist aus: Sie holt nichts, bis Sie sie einschalten.

Verbindung eintragen

Welche Felder erscheinen, hängt vom Systemtyp ab – die Anleitung zu jedem Typ erklärt sie. Jedes Feld wird gespeichert, sobald Sie es verlassen.

Passwörter, Schlüssel und Tokens werden verschlüsselt gespeichert und nie wieder angezeigt. Unter dem Feld steht nur, ob etwas hinterlegt ist: Gespeichert — zum Ändern neu eingeben oder Nicht gespeichert. Mit Entfernen löschen Sie einen hinterlegten Wert.

Verbindung testen

Klicken Sie auf Verbindung testen. DDM meldet sich mit den gespeicherten Angaben bei der Quelle an und liest den gewählten Ordner – importiert wird dabei nichts. Was die Meldungen bedeuten, steht bei jedem Systemtyp.

Festlegen, was übernommen wird

Unter Import-Umfang bestimmen Sie, in welche Kategorien die Dateien kommen, welche Dateien zählen und was mit schon vorhandenen geschieht – siehe Import-Umfang.

Einmal von Hand abgleichen

Klicken Sie auf Jetzt synchronisieren. Das geht auch, solange die Quelle noch aus ist – so sehen Sie das Ergebnis, bevor sie regelmäßig läuft. Prüfen Sie danach in der Ablage, ob die Dokumente dort liegen, wo Sie sie erwarten.

Zeitplan wählen und einschalten

Wählen Sie unter Abgleich, wie oft DDM nachsieht, und schalten Sie oben neben dem Namen Quelle aktiv ein.

Import-Umfang

Der Bereich Import-Umfang gilt für alle Systemtypen.

EinstellungWas sie bewirkt
Kategorien importierenOb DDM aus den Ordnern der Quelle Kategorien anlegt. Aus: Die Dokumente landen ohne Kategorie in der Ablage – außer bei Feste Kategorie.
Dateien importierenOb überhaupt Dokumente übernommen werden. Aus: Ein Abgleich legt nur Kategorien an.
Kategorie-ZuordnungWie Ordner zu Kategorien werden – siehe unten.
Feste KategorieNur bei der gleichnamigen Zuordnung: die Kategorie, in die alles kommt.
DateifilterWelche Dateien zählen, z. B. *.pdf; *.docx. Leer = alle.
Bereits vorhandenWas mit einer Datei geschieht, die es in DDM schon gibt – siehe unten.
Status neuer DokumenteWie bei Freigabe & Aufbewahrung eingestellt, immer Entwurf oder Freigegeben (vertrauenswürdig) – siehe unten.
Struktur-VorschauNur bei REST und SOAP: welche Pfade aus dem letzten Kette testen in welche Kategorie kämen.

Kategorie-Zuordnung

Die Pfade zählen ab dem Ordner, den Sie bei der Verbindung angegeben haben. Eine Datei, die direkt dort liegt, bekommt keine Kategorie.

ZuordnungAus Vertrieb/Preise/Liste.pdf wirdGeeignet, wenn
Ordnerstruktur spiegeln (voreingestellt)die Kategorie Preise unterhalb von Vertriebdie Ordner der Quelle schon so geordnet sind, wie Sie es in DDM wollen
Alles in eine Kategorieeine Kategorie Vertrieb / Preise auf oberster Ebene – je Ordner eine, ohne VerschachtelungSie eine flache Liste ohne Unterkategorien wollen
Feste Kategoriedie gewählte Kategorie, egal wo die Datei liegtalles aus dieser Quelle zusammengehört

DDM erkennt eine Kategorie, die es schon gibt, an ihrem Namen unter demselben Oberbegriff – ein zweiter Abgleich legt also nichts doppelt an. Benennen Sie eine importierte Kategorie in DDM um, legt der nächste Abgleich eine neue mit dem Namen aus der Quelle daneben an.

Ist bei Feste Kategorie keine gewählt (Keine gewählt — es wird in die Ablage-Wurzel abgelegt), landen die Dokumente ohne Kategorie in der Ablage. Wird die gewählte Kategorie später gelöscht, ist die Auswahl wieder leer.

Dateifilter

Mehrere Muster trennen Sie mit ; oder ,. Groß- und Kleinschreibung zählt nicht.

  • *.pdf – alle Dateien, deren Name auf .pdf endet.
  • Preisliste.xlsx – genau diese eine Datei.
  • *.pdf; *.docx; *.pptx – PDFs, Word- und PowerPoint-Dateien.

Ein * funktioniert nur am Anfang eines Musters. Preis*.pdf, ? oder Ordnerpfade wie Vertrieb/*.pdf werden nicht ausgewertet. Dateien, die nicht passen, zählen im Ergebnis als übersprungen.

Bereits vorhanden

EinstellungGibt es die Datei in DDM schon, …
Überspringen… bleibt das Dokument unverändert. DDM lädt die Datei gar nicht erst herunter.
Als neue Version ablegen (voreingestellt)… legt DDM sie als neue Version ab – sofern sich der Inhalt geändert hat. Ist unter Einstellungen › Versionierung Neue Version bei erneutem Upload aus, ersetzt sie stattdessen die aktuelle Version.
Überschreiben… ersetzt DDM die aktuelle Version, sofern sich der Inhalt geändert hat. Wurde über diese Version in einer Freigabe entschieden, kommt die neue Datei als neue Version dazu – eine Freigabe wird nie nachträglich verändert.

Ob sich etwas geändert hat, entscheidet der Inhalt: DDM vergleicht die heruntergeladene Datei mit der aktuellen Version. Ist sie gleich, zählt sie als unverändert, und es entsteht keine Version – auch wenn sich in der Quelle nur das Änderungsdatum bewegt hat.

Kommt neuer Inhalt hinein, geht es dem Dokument wie bei einem Upload von Hand: Ein freigegebenes Dokument wird wieder zum Entwurf, eine laufende Freigabe endet, und wer das Dokument betreut, bekommt die E-Mail über die neue Version.

Wie DDM eine Datei wiedererkennt

  1. An ihrer Kennung in der Quelle: bei SharePoint, OneDrive und FTP der Pfad der Datei, bei Google Drive die Datei-ID, bei REST und SOAP die zugeordnete Fremd-ID.
  2. Sonst an derselben Kennung bei einem Dokument, das keiner Quelle mehr gehört – etwa aus einer gelöschten Quelle.
  3. Sonst an einem Dokument mit demselben Namen in derselben Kategorie, das noch keine Kennung hat – etwa eines, das jemand von Hand hochgeladen hat.

Ein Dokument, das so gefunden wird, gehört ab dann zu dieser Quelle.

Benennen Sie eine Datei in SharePoint, OneDrive oder auf dem FTP-Server um oder verschieben Sie sie, ändert sich ihr Pfad – DDM legt sie als neues Dokument an, das alte bleibt stehen. Bei Google Drive bleibt die Datei-ID gleich, dort bleibt es dasselbe Dokument.

Was mit neuen Dokumenten geschieht

Ein neu übernommenes Dokument bekommt

  • als Namen den Dateinamen,
  • den Status aus Einstellungen › Freigabe & Aufbewahrung › Standardstatus für neue Uploads (voreingestellt: Entwurf) – oder den, den die Quelle unter Status neuer Dokumente festlegt,
  • die Einstellung Neue Dokumente dürfen weitergegeben werden aus demselben Bereich, wie ein Upload,
  • als Herkunft Externe Quelle.

Der Text wird für die Suche gelesen wie bei jedem Upload. Märkte, Tags und eine verantwortliche Person setzt der Import nicht – das können Sie danach in der Ablage tun, auch für viele auf einmal.

Rechte bekommt ein importiertes Dokument wie jedes andere über seine Kategorie – siehe Gruppen und Rechte. Bei REST und SOAP kann der Import zusätzlich Leserechte für eine Gruppe vergeben – siehe Gruppen-Zuordnung.

Vertrauenswürdige Quellen

Steht Status neuer Dokumente auf Freigegeben (vertrauenswürdig), sind die Dokumente der Quelle sofort freigegeben – ohne Freigabe-Workflow, auch mit Verteilung erst nach Freigabe. Das gilt auch für neue Versionen: Neue Bytes setzen ein freigegebenes Dokument sonst auf Entwurf zurück, bei einer vertrauenswürdigen Quelle nicht. Ein archiviertes Dokument bleibt archiviert. Das Protokoll vermerkt jede solche Freigabe mit der Quelle.

Nutzen Sie das nur für Systeme, in denen die Inhalte schon geprüft sind, z. B. ein PIM mit eigener Freigabe.

Abgleich

Wann abgeglichen wird

AbgleichLäuft
Manuellnur, wenn jemand auf Jetzt synchronisieren klickt
Stündlichjede Stunde um :45
Täglichjeden Tag um 4:45 Uhr
Wöchentlichmontags um 4:45 Uhr

Die Zeiten gelten in der Zeitzone des DDM-Servers. Nach Zeitplan laufen nur Quellen, die aktiv sind – und nur, solange Ihr Tarif den Systemtyp enthält.

Was ein Abgleich tut

Bei jedem Abgleich liest DDM die ganze Quelle ab dem angegebenen Ordner neu, lädt jede passende Datei herunter und vergleicht sie mit dem, was in DDM liegt. Danach meldet er, was geschehen ist:

ErgebnisBedeutet
angelegtneue Dokumente
neue Version(en)Dokumente mit geändertem Inhalt
unverändertDateien, deren Inhalt gleich geblieben ist
übersprungenDateien, die der Dateifilter ausschließt, schon vorhandene bei Überspringen, oder alle, wenn Dateien importieren aus ist
nicht abrufbarDateien, die sich nicht laden ließen – auch solche über 25 MB
Kategorien angelegtneue Kategorien aus den Ordnern

Gibt es nichts zu tun, heißt es Nichts zu übernehmen. Unter dem Systemtyp steht, wann zuletzt abgeglichen wurde (Zuletzt abgeglichen: …).

Ist mehr in der Quelle, als ein Abgleich übernimmt, steht im Ergebnis Höchstzahl erreicht – siehe Grenzen.

Das Ergebnis mit den Zahlen erscheint nach Jetzt synchronisieren. Auch ein Abgleich nach Zeitplan hinterlässt seinen Ausgang: Ist er gescheitert oder an eine Grenze gestoßen, steht unter Zuletzt abgeglichen in Orange Letzter Abgleich: … mit dem Grund. Was er übernommen hat, sehen Sie im Audit-Log unter Dokument aus Quelle übernommen und Neue Version hochgeladen – siehe Nutzung und Audit.

Eine Quelle gleicht nie zweimal gleichzeitig ab. Läuft gerade ein Abgleich, heißt es Diese Quelle wird gerade bereits synchronisiert — bitte nach Ende dieses Laufs erneut versuchen. Eine Datei, die sich nicht laden lässt, hält den Abgleich nicht auf; die übrigen werden trotzdem übernommen.

Was ein Abgleich nie tut

  • Er löscht nichts. Verschwindet eine Datei aus der Quelle, bleibt ihr Dokument in DDM. Räumen Sie solche Dokumente in der Ablage auf oder archivieren Sie sie.
  • Er legt ein in DDM gelöschtes Dokument nicht während desselben Laufs neu an. Beim nächsten Abgleich kommt es aber wieder, solange die Datei in der Quelle liegt – schließen Sie sie mit dem Dateifilter aus oder entfernen Sie sie dort.
  • Er ändert nichts in der Quelle. DDM liest nur.

Grenzen

GrenzeWert
Größte Datei25 MB – größere zählen als nicht abrufbar
Dateien je Abgleich (SharePoint, OneDrive, Google Drive, FTP)500 – weitere kommen auch beim nächsten Abgleich nicht nach
Ordnertiefe (SharePoint, OneDrive, Google Drive, FTP)8 Ebenen ab dem angegebenen Ordner
Aufrufe je Abgleich (REST, SOAP)40, je Schritt höchstens 200 Datensätze

Wird eine Grenze erreicht, meldet der Abgleich Höchstzahl erreicht. Teilen Sie die Quelle dann auf: mehrere Quellen, jede mit einem eigenen Unterordner.

Zugangsdaten ändern

Ändern Sie, wohin eine Quelle sich verbindet – Host, Port oder Protokoll bei FTP, die Basis-URL bei REST, den Endpunkt bei SOAP, Tenant oder Client-ID bei Microsoft –, löscht DDM die dazugehörigen Passwörter, Schlüssel und Tokens: Sie gehörten zum alten Ziel. Die Meldung Zugangsdaten gelöscht nennt, was Sie neu eintragen müssen.

Wechseln Sie den Systemtyp, verwirft DDM alle Felder des bisherigen Typs.

Quelle ausschalten oder entfernen

  • Ausschalten (Quelle aktiv aus): Die Quelle bleibt mit allen Einstellungen erhalten, gleicht aber nicht mehr nach Zeitplan ab. Das geht immer, auch nach einem Tarifwechsel.
  • Entfernen: Klicken Sie auf den Papierkorb neben dem Namen (Quelle entfernen) und bestätigen Sie mit Endgültig entfernen. Request-Kette, Zuordnungen und Gruppenregeln der Quelle werden mitentfernt. Bereits importierte Dokumente bleiben in der Ablage. Legen Sie später wieder eine Quelle für dieselben Dateien an, erkennt sie diese Dokumente wieder.

Sicherheit

  • Passwörter, Schlüssel und Tokens liegen verschlüsselt in der Datenbank und verlassen den Server nie – auch nicht in Richtung Ihres Browsers.
  • Das Audit-Log hält fest, wer eine Quelle angelegt, geändert, abgeglichen oder entfernt hat – bei Änderungen nur welche Felder, nie deren Werte.
  • DDM spricht keine Adressen an, die auf Cloud-Metadaten-Dienste zeigen. Bei einem gehosteten DDM kann der Betrieb zusätzlich Adressen in privaten Netzen sperren; eine Quelle muss dann von außen erreichbar sein.
Kein Konnektor für Ihr System? Andere Systeme können Dokumente auch selbst über die Integrations-API in DDM einspielen oder Inhalte abrufen.